OKConsent · Version 60b763e9f0ad02cc
ENTWURF – nicht veröffentlichen – anwaltliche Prüfung ausstehend (TAS-793)
Entwurf vom 2026-10-28 zu TAS-792. Stand der Produktentscheidungen: docs/decisions.md bis 2026-10-27. Angaben in [eckigen Klammern] sind Platzhalter oder Vorschläge, die Samir ausfüllt oder bestätigt. Offene Rechtsfragen: open-questions.md. Die englische Fassung: ../en/terms.md.
Stand: [Datum der Veröffentlichung] · Version [1.0]
OKConsent ist ein gehosteter Dienst zur Verwaltung von Einwilligungen auf Websites. Er umfasst je nach Tarif: einen Scanner, der die Website des Kunden auf Dienste, Cookies und Anfragen prüft; die Konfiguration und Veröffentlichung eines Einwilligungsbanners samt Blockierung von Diensten und Google Consent Mode; die Auslieferung des Skripts über ein Content Delivery Network; optionale Einwilligungsnachweise; regelmäßige Überwachung (Scans und Warnungen); einen Generator für Rechtstexte (Datenschutzerklärung, Cookie-Hinweise, Impressum); Zugänge über Dashboard, REST-API, Kommandozeilenwerkzeug und MCP-Server.
Tarife. Es gibt einen kostenlosen Tarif und bezahlte Jahreslizenzen. Die bezahlten Tarife enthalten alle Funktionen und unterscheiden sich nur in der Zahl der enthaltenen Sites:
| Tarif | Sites | Preis pro Lizenzjahr |
|---|---|---|
| Kostenlos | 1 | 0 € |
| 1 Site | 1 | 39 € |
| 3 Sites | 3 | 64 € |
| 5 Sites | 5 | 98 € |
| 10 Sites | 10 | 169 € |
| 25 Sites | 25 | 219 € |
| 99 Sites | 99 | 489 € |
Site. Eine Site ist eine Domain mit allen ihren Subdomains, zuzüglich ihrer Staging- und Entwicklungsadressen. Staging- und Entwicklungsadressen kosten in jedem Tarif, auch im kostenlosen, nichts extra. Maßgeblich ist die registrierbare Domain nach der Public Suffix List einschließlich ihres privaten Teils; deshalb sind die Kunden einer Plattform verschiedene Domains (a.wordpress.com und b.wordpress.com sind zwei Sites). Eine andere Domain ist eine andere Site; auch Länderdomains sind getrennte Sites (example.de, example.at und example.ch sind drei Sites). Welche Adressen wir als Staging- oder Entwicklungsadresse erkennen, ergibt sich allein aus ihrer Form; nichts wird nachgeschlagen, und der Kunde muss nichts nachweisen: (a) localhost und die Namen unter .localhost, .local, .test, .invalid und .example sind es immer; (b) ein Host außerhalb der eigenen Domain der Site ist es, wenn ein Stagingwort (staging, stage, stg, dev, develop, development, test, testing, qa, uat, preview, sandbox, local) als ganzes Wort, getrennt an Bindestrichen, in einem Namensteil unterhalb seiner registrierbaren Domain steht (zum Beispiel staging.agency.org oder shop-uat.agency.org; ein Wort im Namen der registrierbaren Domain selbst zählt nicht, local-bakery.de und qa-systems.com sind andere Sites); (c) ein Host einer bekannten Vorschauplattform (zum Beispiel *.vercel.app, *.netlify.app, *.pages.dev, *.webflow.io) ist es, wenn der Name der Site (der Namensteil ihrer Domain, mindestens drei Buchstaben) als ganzes Wort oder ganze Wortfolge im Kundenteil des Hosts steht (für shop.de gehören shop.vercel.app und shop-git-main-team.vercel.app dazu, myshop-competitor.vercel.app und bestshop.netlify.app nicht). Sieht jeder Host der Site wie eine Staging- oder Vorschauadresse aus, gilt die Domain des ersten Hosts als die der Site, und die übrigen müssen zu ihr gehören oder Vorschauadressen sein, die ihren Namen tragen. Die Regel ist streng: Einen Host, den wir nicht erkennen, fügt der Kunde als eigene Site hinzu oder benennt ihn mit einem Stagingwort oder dem Namen der Site. Die vollständigen Listen stehen in der Dokumentation.
Kostenloser Tarif. Er umfasst: eine Site; das gehostete Skript, das Banner, die Blockierung und Google Consent Mode; einen Einrichtungs-Scan und danach einen manuellen Scan pro Kalendermonat, jeder Scan mit höchstens 5 Seiten; Prüfläufe der Einrichtung (Verifikationen): die ersten 10, bis eine Verifikation erstmals bestanden ist, sind kostenlos, danach eine pro Kalendermonat; Veröffentlichen und Zurückrollen; einen API-Schlüssel; Einwilligungsnachweise mit einer Aufbewahrung von höchstens 365 Tagen; einen kleinen Link „powered by OKConsent“ im Banner. Nicht enthalten sind geplante Scans und Warnungen, gehostete Rechtstexte, Teammitglieder und Einladungen. Ein Nutzer kann höchstens eine Organisation im kostenlosen Tarif besitzen (als Inhaber).
Bezahlte Tarife enthalten alle Funktionen, insbesondere geplante Scans und Warnungen, gehostete Rechtstexte, Teammitglieder, mehrere API-Schlüssel, Einwilligungsnachweise mit einer Aufbewahrung bis zu 1095 Tage und kein „powered by“-Link im Banner.
Schutzgrenzen. Zum Schutz des Dienstes gibt es technische Grenzen (zum Beispiel für gleichzeitige Scans, Veröffentlichungen und Vorschauen pro Tag sowie für Anfragen pro Minute). Sie gelten für alle Kunden; die aktuellen Werte stehen in der Dokumentation. Der Kunde darf sie nicht umgehen.
Änderungen des Dienstes. Wir dürfen den Dienst weiterentwickeln und anpassen. Änderungen, die über das hinausgehen, was zur Erhaltung der Vertragsmäßigkeit erforderlich ist, nehmen wir gegenüber Verbrauchern nur nach § 327r BGB vor (triftiger Grund, ohne zusätzliche Kosten, Information in klarer und verständlicher Weise). [Prüfen: Änderungsvorbehalt gegenüber Unternehmern und Verbrauchern, § 308 Nr. 4 BGB, § 327r Abs. 2 bis 4 BGB, siehe open-questions.md Q5 und Q7]
Verbrauchern steht bei Verträgen über bezahlte Tarife ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Widerrufsbelehrung mit dem Muster-Widerrufsformular ist Bestandteil dieser AGB. Den Widerruf kann der Verbraucher auf unserer Kündigungsseite ohne Anmeldung (Auswahl „Vertrag widerrufen“) oder in Textform erklären. Wir bestätigen den Eingang in Textform. Den Widerruf führen wir drei Tage nach dem Eingang aus (bei angemeldetem Inhaber sofort), es sei denn, ein Inhaber des Vertrags macht ihn mit der Schaltfläche „Das war ich nicht“ rückgängig; mit der Ausführung endet der Vertrag, und wir zahlen die Zahlungen unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurück, an dem der Widerruf bei uns eingegangen ist (bei einem ausdrücklichen Verlangen nach vorzeitigem Leistungsbeginn abzüglich des Werts der bis zum Eingang des Widerrufs genutzten Tage; siehe die Widerrufsbelehrung).
Das gilt, wenn eine bezahlte Lizenz endet oder der Kunde in einen kleineren Tarif wechselt (zum Beispiel durch Kündigung, endgültig fehlgeschlagene Zahlung oder Downgrade). Ein Downgrade ist umkehrbar: Es wird nichts sofort gelöscht, und ein Upgrade stellt alles wieder her, auf dem aktuellen Stand.